Was ist schön? Was wahr; was gut? Gut ist, was gut für uns ist. Nicht nur jedem einzelnen, sondern erst recht allen gemeinsam. Etwas schönes ist auch immer wahrer als etwas häßliches. Auch wenn der Volksmund anders spricht, wenn er sagt: „Die Wahrheit ist häßlich.“ Schön ist man nicht für sich, sondern immer für andere. Bin ich schön, dann nur für ein paar oder viele andere. Je mehr desto weniger subjektiv ist meine Schönheit, aber objektiv? Was ist bei 50/50 Schönheit? Und wenn 2/3 mich schön fänden, ich aber nicht?
Jemand Schönem wird eher geglaubt, jemand Schönes ist eher gut! Also schön & gut! Auf der Sonnenseite ist alles einfacher, so scheint es. Schönheit ist vor allem ein Produkt der Jugendlichkeit und der Medien. Bei intersubjektiver, objektiver, Schönheit gibt es doch trotzdem Punkte, warum man bulimisch werden kann oder sich unters Messer legt. Eine Idee, die einen vermutlich nicht mehr loslässt, auch im unvermeidlichen Alter nicht mehr. Diese Idee ist so ideell, dass sie nie erreicht werden kann, es sei denn, man verlässt sich auf die Idee und kehrt ab von ihr. Schön und gut.
Einfach zu verlassen ist sie wohl nicht, die Idee der Schönheit die immer währt. Der Blick in den Spiegel lässt entdecken, worauf wir gebaut sind. Die ideale Figur und Spannkraft lässt nach, der Alterung wird nachgegeben. Doch ist der Jugendkult fest begründet! Wer möchte sich schon Alt sehen und unfähig das zu machen, was einem in seiner Jugend nichts ausmachte?
Schönheit ist objektiv. Und subjektiv. Ganz klar ist ein Eichenblatt schön. Eindeutig auch bei einfachen Formen. Das mathematische Teilungsverhältniss lässt sich hingegen nicht so einfach und schnell auf viele Insekten übertragen.
Ein einfacher Marienkäfer ist schön. Eine Gottesanbeterin schon weniger. Eine Kakerlake schon mal gar nicht. Diese großen Unterschiede auch unter den Kakerlaken sind zu unüberschaubar und komplex und deshalb beängstigend, weil unfassbar und dann ekelhaft.
Ein Marienkäfer hat mal 4 Punkte, mal 6. Süß!
Schönheit besteht aus erwartbarem, symmetrischen und gelernten Mustern.
Nicht nur die Schönen in der Werbung und auf anderen Titelseiten sind „schön“, auch die Schönen unter uns sehen meist aus wie in der Werbung. Modern, geschminkt usw.
Gerade amerikanische Filme über HighSchool und Liebeskomödien haben oft ein häßliches Entlein, die dann aber zur absoluten Uebertraumfrau mutiert, weil sie nur ihre Brille abgenommen und die Haare geöffnet hat. Und natürlich mal geschminkt.
Schönheit ist eben keine Panzerglassbrille, offenes Haar und Schminke. Und da man nur selten mit sich zufrieden ist, reicht es zur Schönheit ein paar Kontaktlinsen, langes Haar und geschickt geschminkt zu sein.
So kann man die hübscheste Frau angeblich unattraktiv machen, aber auf jeden Fall die häßlichste noch attraktiv, da die meisten Attribute der dargestellten Jugendlichkeit erfüllt sind.
Europäischer Standard in der Schönheit sind mittlerweile auch Rasuren und Collagen, Botox und Silikon. Geblieben ist das Schönheitsideal. Im Idealfall rank & schlank – im Notfall rund & gesund. Gerne auffällig, aber nicht so, dass es auffällt.
Männer ziehen wieder nach, wo Männer doch eine gewisse Zeit lang das Ideal einer Gesellschaft verkörperten. Wir” holen wieder auf und rasieren uns auch fast komplett, wenn es auch keine festen Standards gibt. Zumindest gibt es für die Veröffentlichung des Körpers am Strand, oder auf dem Titelblatt auch möglichst glatt zu sein. Weder Falten, noch Haare sollen die Projektionsfläche der ewigen Jugendlichkeit zerstören.
Tatsächlich sterben die guten alten Charaktäre aus und werden durch immer jüngere und glattere Typen ersetzt. Nicht nur im Film – auch in der Musik. Möglicherweise liegt es an der Computertechnik für Visualisierung. Noch ist es zu aufwendig mit Computergrafik Dreck, Schmutz und Alter zu simulieren. Aber bald wird es wohl keinen Unterschied mehr machen und wir können alle wieder älter aussehen, weil die Helden und sympatischeren Anti-Helden ja auch alle Dreck am Stecken haben.
So ist weniger Schön heutzutage wieder wahrer, wenn der Top Popo nicht mit Photoshop bearbeitet wurde. Nach der digitalen Kälte kommt langsam die analoge Wärme wieder rein. Allerding auch digital synthetisiert. Man will ja die Kontroll nicht verlieren über „sich“.
Wobei wir beim Weltmarktführer für Schönheitsprodukte wären – Adobe Inc.
Mit seiner neuen Linie Adobe CS Suite Premium kommen nicht nur die Farben besser zur Geltung, auch die optischen Störungen können effizient vermieden, oder einfach korrigiert werden.
Ein anderer Weltmachtführer ist … George Bush ist es nicht, … die „Schatten-“Minister hinter der Bush-Adminstration. So viel Eifer kann eine Person gar nicht haben. Es gibt viel zu tun, wir arbeiten dran. Amerika ist ein schönes und stolzes Land, doch es läuft sehr viel schief. Eine Freiheit, die es nicht mehr gibt, wird gelebt, ohne Konsequenzen. Die Konsequenz könnte sein, dass es SUVs nicht in der Anzahl gäbe. Das Fleisch teurer wäre als Obst und das es eine offene Demokratie gäbe.
Eine Freiheit zwischen PepsiCo. oder CocaCola zu wählen, zu wählen zwischen Maxi oder XXL. Entscheidungen. Eintscheidungen die schon längst gefällt sind, von Menschen die es gut mit allen meinen, schließlich werden sie auch von jedem in Form von Aktien bezahlt.
Aber um mal etwas lesbares zu schreiben:
Es steckt keine böse Absicht hinter allem. Weder die Verschweigungen, noch die Lügen. Auch der Joghurt muss keine echten Früchte enthalten. Es scheint mir wie ein Spiel, wo jeder mitspielt, mit Regeln, die funktionieren, jeder kommt immer mit einem blauen Auge davon – doch richtige Drahtzieher gibt es keine. Keiner der wirklich verantwortlich wäre. Selbst wenn die Wahrheit jedem klar wäre, wer würde aus seiner Situation heraus alles riskieren um eventuell etwas „besser“ zu machen?
Es ist nicht Bush, es war nicht Hitler, es war nicht Pontius Pilatus und auch nicht das römische Volk. Die Deutschen waren es auch nicht und auch sind es nicht die Amerikaner, die Schuld an dem Irak-Krieg, dem Holocaust oder der Kreuzigung haben.
Wer nicht als „Verlierer“ Krieg steht, kann leicht Schuldige bestimmen. Leider gibt es beim Krieg keine Gewinner. Nur Sieger und Besiegte.
Der Sieger macht es leicht aus: Schuldig sind die ohne Macht. Auch verantwortlich für alles und jeden Missstand.
Der Sieger schreibt auch die Geschichtsbücher. Und ergänzt, andert und kontrolliert. Allein daher ist es die gute Pflicht und das Recht von Amerika weiterhin Geschichte zu machen, sonst könnte die Bilanz fällig werden.
Auf der anderen Seite darf nicht vergessen sein, dass die neuen Besiegten mit grosser WAhrscheinlichkeit die alten Sieger waren. Auch die Azteken und weitere Hochkulturen waren nicht ohne! Wer ohne Sünde ist …
Die neue Qualität ist bei amerikanischen Machtspielen die Manipulation der Meute. Wer sich wehrt wird zum Schutz aller entfernt. So gibt es keinen Schmutz und keinen Trueman. Nur glatte Fassaden und nette Gesten. Die neue Wahrheit ist schön und gut.
Moment! Es ist doch schon längst so … hm.
Die Frage ist letztlich nur – stehe ich drauf, oder stehe ich drüber?