Da ist er. Er ist da. Auf meinem Schreibtisch. Die Essenz des Computers. Nicht? Doch! Rein intuitiv der beste PC ewwa! Aber wieso?
So viel Designversuche die eigentlich nur Lämpchen, Knöpfchen, Löchlein addieren und nicht weglassen. Manchmal wir auch etwas weggelassen. Einfach das PC-Gehäuse weglassen. Damit man rein-sehen kann. Aber auch zwischen diesen Extremen gibt es den goldenen Pfad. Etwas weglassen, ohne etwas wegzulassen, etwas verbergen, na … ? – Ohne etwas zu verbergen!
Der iMac G5 ist so etwas. Der erste iMac hat bis heute schlechtes Design nach sich gezogen, weil auf einmal alles Transparent, translucent sein musste. Gerade bei IKEA, Im Computerbereich, na Plastik im Allgemeinen. Schreibtischlampen, Taschenlampen, externe Gehäuse, Gehäuse.
Das, was eigentlich die ganze hässliche Maschine, mit Ihren Kabeln und Chips, Wandlern und Röhren, Platinen und Kühlkörpern versteckt, nach außen hin ein gutes Bild abgibt – es ist nun unwichtig geworden, was es den meisten Herstellern schon immer war, es zeigt einfach nach innen. Als sei es dort besser. Schön für den technophilen Voyeur sich ohne Mühe an der Innerei ergötzen zu können, der Funktion diente es nicht.
Oder doch? Warum macht man sowas?
Den Plagiatoren braucht man nicht zu fragen, es ist einfach dagewesen, man machte es nach. Das Original, welches so oft kopiert wurde, wieso hat dieses Design so viel Nachahmer gefunden, so fasziniert?
Der Mensch in seiner Symbiose mit den kleinen und großen Maschinen möchte sich nicht beherrscht sehen durch seine Helfer, sondern seine Helfer überwachen können, wenn auch unverstanden. Wen interessiert noch die Wirkweise eines Gerätes wenn es schon reicht die Bedienung zu verstehen. Der Dosenöffner. Naja.
Die Geräte sind allerdings so präsent, das sich doch bei vielen Menschen ein Unbehangen breit macht, aufgrund der Dominanz der Geräte. Helfer - Dominanz, wie das denn? Es sind mittlerweile fast alle Geräte durch elektrische ersetzt worden, überall wird etwas gemacht, man macht selbst nichts mehr. Wer “wäscht” den die Wäsche? Wer “spült” denn das Geschirr? Bei der Waschmaschine sagt man ja noch: “Ich habe heute gewaschen” - bei der Spülmaschine eher nicht. Sinneswandel.
Bald wird man auch da sagen “Ich habe gespült”, also Teller ein und ausgeräumt.
Ein Messer hatte früher eine durchgängige Klinge, die Holzbacken wurden mit Messingnieten einfach seitlich aufgestanzt. Man konnte, wenn man so will, in das Messer reinschauen. Wie es gehalten wird, funktioniert und wozu ist aus der Form abzuleiten.
Ein alter Dosenöffner auch. Ob mit oder ohne Verstand, man brauchte Gewalt um ihn zur Funktion zu überreden. Ein neuerer Dosenöffner ist auch ohne Gewalt, ja gerade ohne, am besten zu benutzen.
Die neueste Generation kann Deckel abtrennen, Schnittkanten säubern, und einen Wiederverschließdeckel drehen, ohne auch nur Gewalt anzudrohen. Das gibt es auch elektrisch, einfach durch Tastendruck.
Und da kommt dann der Sinn des transparenten Gehäuses ins Spiel. Alles funktioniert gleich, nur mit unterschiedlichen Objekten. Tastendruck, Licht geht an, Tastendruck Auto springt an, Tastendruck Mikrowelle dreht sich und gart den zu trocknenden Hamster. Oder andere Kleintiere.
Es ist einfach nicht mehr “klar” was wozu führt. Wer ein Taste drückt kann eine Tür geöffnet bekommen, ein Telefonat annehmen, oder eine Bombe zünden. Alles hat sich entfernt - vom Ursprung der Funktion, es besteht kein Bezug mehr zu dem Gerät das bedient wird.
Dieses neue Interface will gründlich gelernt sein. Wenn jede Taste gleich ist am Telefon ist es schwer sich im dunkeln ohne Farbe und tastenbeleuchtung, sich im halbschlaf damit zurecht zu finden. Hörer abnehmen, Hörer aufknallen, wo gibt es das denn noch? Ein klingeln, was einen an Telefon und nicht an Wecker, Alarm, oder Mozart erinnert.
Wenn mein telefon klingelt merke ich es oft gar nicht mehr. Dafür denke ich dann bei anderen Telefon, das es auch meins gewesen sein könnte. Das SonyEricsson einen Rrrring, Rrrring-Klingelton im Handy hat, zeigt, wie nötig wir es hatten, das nicht auch noch die Geräusche, wenn schon die Tasten, uns im stich lassen.
Dieser Klingelton ist akustische “Transparenz”, wenn ich ihn höre, weiß ich was los ist. Mein Telefon klingelt wegen eines Anrufs. Nicht einer SMS, Weckruf, Notiz, Terminerinnerung …
Genau deshalb ist der erste iMac transparent gewesen. Um es den Leuten zu zeigen. Auch wenn der Computer so einfach ist, bei einem AllinOne-Gerät sieht man sogar die Einfachheit – da ist es besonders wichtig zu zeigen, was drin steckt. Ein ganzer Computer. Nicht das der Benutzer dadurch die Funktion des Comuters versteht, es handelt sich ja nicht direkt um das Interface, doch der Benutzer ist erleichtert. Erleichert zu wissen, was da tickt, das eben nur ein normaler Computer da drin ist. Bei dem grauen Blechkasten unter dem Schreibtisch wollte man es gar nicht wissen. Man wusste es schon, das dort nichts besonderes drin sein kann. Man hat ihn ja schleißlich auch nach seinen technischen Daten gekauft.
Der iMac-Käufer weiß davon nichts, bis er durch das Gehäuse sieht. Oder ihn bei ebay loswerden will.
Warum ist dieser iMac, eigentlich ja der Modder-PC gerade bei Frauen beliebt, geliebt, ja geradezu als Frauencomputer verschrien?
Ich kenne keine Frau, die sich von ihrem iMac gerne trennt. Selbst das kaputte Ding in der Ecke soll bleiben. In einen PC würde man dagegen des öfteren Gerne mal reinschlagen, einfach präventiv. Aber es macht nichts besser, wie die Internetfilmchen beweisen.
Es ist doch die äußere Form, weich, rund, warm – sowie die Farben violett, rot, … also grape, tangerine, strawberry um im Wording zu bleiben. Dieser Mac ist freundlich wie ein Nissan Micra 
Ein Frauenversteher im Plastikgehäuse. Er nimmt Berührungsängste. Stellt die Technik sicher verschlossen dar. Das das Gerät ein Computer ist, ist fast schon in den Hintergrund getreten. Seit wann lieben Frauen Computer? – Seit dem iMac auf jeden Fall.
Es ist eben kein Modding-Gehäuse, es ist Transparenz nicht um Bloßzustellen, sondern um aufzuklären, um zu beruhigen. Es sind keine Neonröhren drin und auch besonders keine blinkenden Dioden ala Data-Hirn. Auch kommt außer von der Festplatte kein Geräusch aus dem Gerät und man kann in Ruhezustand gehen und wieder aufwachen ohne ein Gefühl zu haben die Stabilität des Systems gesenkt zu haben.
Transparenz nicht zum Selbstzweck wie bei Ikea, wo man nicht durchsehen kann. Transparenz als Aufklärung(-sversuch), der Mensch bekommt Zugang zur Maschine, gerade auf dem Schreibtisch, in Augenhöhe.
Es geht eben nicht mehr direkt. Die Funktion erschließt sich nicht durch das Ansehen des Gerätes. Die Maus will gelernt sein, der Doppelklick, das Symbol und das Programm.
Der erste iMac ist ein Abschiedsdesign von den alten Ansichten, wie ein Computer auszusehen hat, ein Übergangsdesign, wie ein Computer aussehen wird. Man könnte sagen, der Computer ist tot, lang lebe der Computer.
Das Telefon, der Milchschäumer, die elektr. Pfeffermühle, alles ist ein Abschied vom unmittelbaren Design. Die Funktion bestimmt die Form, aber da wo die Funktion virtuell ist, ist auch keine folgende Form.
Die Handytasten können überall angebracht sein, Nokia beweist es. Oder es braucht keine Tasten, der Touchscreen beweist das. Die Funktion ist doch nur noch ein Menüunterpunkt. Was also machen? Den Hörer virtuell auf die Gabel knallen, wenn man sauer ist, oder einfach am Handy die Taste drücken, leicht und klanglos wie immer.
Wie baut man da seinen Wut ab?
Man kann für die virtuellen Funktionen der meisten elektrischen Geräte kein Design mehr schaffen. Der iMac war der Abschied vom äußeren Design. Jetzt kann das äußere Design nur noch dem inneren Design Platz machen. Die Technik dahinter zieht sich zurück, weil man die Funktionen der Technik sowieso nicht mehr differenzieren kann. Röhrenverstärker adé, es komme die Single-Chip-Multikanal-Variante mit elektr. Trafo. Im Handtaschendesign ala Mini iPod.
Das Bedeutung des inneren Design ist unweigerlich auf dem Vormarsch. Äußeres ist nur noch Mode, Ergonomie findet sich nur selten, Verkauft sich schlecht. Produkte werden mehr und mehr über die inneren Werte definiert werden.
Das Innere, das ist Interfacedesign, das ist die nächste Generation vom iPod. Der zeigt es uns. Jetzt sogar schon durch Klagen. Da ist der iPod, da ist der iPaq. Und der iPaq mit der riesigen Touchscreenfläche hat einfach eine iPod-Oberfläche emuliert mittels Shareware. Scrollrad, Display. Eigengtlich ist diesmal das Plagiat das bessere Original. Nur noch nicht ausgereift gewesen. Es kann ja der nächste iPod sein, oder hätte können, wenn Apple nicht da seinen Untergang gerochen hätte.
Das Gerät, welches per Software alles emulieren kann, und Hardwareseitig alles unterstützt. WLAN, 3G, Video, Audio, Mic, Touchscreen, Stereosound, IR, BT, usw. … Im Endeffekt reichen nach außen hin ein Mic als Spracheingabe, ein Touchscreen als taktile Eingabe, und mehr braucht man nicht. Nicht war Commander Picard? Schnittstellen? – Eine Highspeed-Wireless-Geschichte. Fertig. Ein Chip, der alle Daten verarbeiten kann , oder mehrere Spezialisten.
Der iPod ist doch nur eine Festplatte mit nem besseren Interface. Eigentlich schlechter, denn in iTunes kann ich unter meinen 10000 MP3s wenigstens per Stichwort suchen und sortieren. Im iPod muß ich mich immer durchwälzen. Von Abba bis ZZ-Top. Bloß nichts suchen …
Der virtuelle iPod bietet dann einfach ein Tastenfeld, wo ich schnell die Buchstaben eintippe und voilá, es ist angerichtet. Wer denkt, das sei nur eine Nische, oder schlechtes Interface Design, der sei auf den iPod verwiesen, und sehe sich dessen Entwicklung an. Was stellt man fest. Die langsame Innovation von Apple führt dazu, naja einmal, das sich die Leute so ein Bedienkonzept wünschen und als “State of the Art” ansehen und andermal, das sie sich weiter von der Funktion verabschieden.
Walkman: Kassette, mit Bleistift zu spulen, normale Batterien tun es, alles austauschbar, bei billigen oder älteren Modellen drückt man mit Play noch selbst den Tonkopf an das Band und die Taste rastet ein und man merkt, wie der Motor startet. Wer Freund des Erlebnisses ist: Bitte, rettet den Walkman, und die Schallplatte. Ernsthaft!
Aber in der ge-hype-ten Jetzt-Zeit ist das etwas anders. Der iPod ist in der ersten Generation mit so Tasten ausgestattet gewesen, in der Mitte auch mit Druckknopf, mit mechanischem Scrollrad. Das Wort “mechanisch” hat Apple selbst benutzt, bei der einführung der 3. Generation des iPod. (Der zweite war ein Facelift) Da hatte nämlich ein Scrollpad, kein haptisches Erlebnis mehr, einfach eine Vertiefung im Plastikgehäuse. Der Druckknopf ist ein Touch-Knopf geworden und die Tasten sind sind weggewandert. Wenn ich das Tastendrücken-Klicken im Menü ausgeschaltet habe, habe ich effektiv kein Feedback mehr, ob und welche Taste ich gerade gedrückt habe. Na super! Ein Gerät das volle Aufmerksamkeit braucht, weil ich mit allen Sinnen dabei bleiben muß. Sonst in Gefahr laufe durch volle Lautstärke überrascht zu werden, anstatt ein Lied weitergeklickt zu haben. Man merkt ja nicht mehr welcher Tasten druck reicht, um einen langen Klick, oder zwei kleine gemacht zu haben. Da macht dann das Gerät eine feinere Unterscheidung als meine Finger – beim Joggen, beim Autofahren oder auch einfach nur in der Jacke fummeln, weil ich den iPod in der Bahn nicht so gerne für jeden Klick raushole.
Also auch Abschied von der unmittelbaren Funktion, der Funktion ohne Mittler, der direkten Übertragung des Gedankens in eine Aktion, die durch sofortiges, verlässliches Feedback in jeder Weise, uns dazu bringt uns auf das Gerät zu verlassen. Also, es dem Gerät zu über-lassen, das es das, was es kann schon richtig macht. Zu wissen nicht überrascht zu werden, sich nicht zu wundern, weil durch leichtes berühren schon klar wird: aha, Pause!
Her mit der neuen Generation von Geräten die die volle Aufmerksamkeit brauchen, die neuen Babys, auf die man sich nicht ohne Weiteres (zutun) verlassen kann. Also nix mit verlassen und wiederkommen und sehen, alles wie gewünscht. Dahin ist es noch ein weiter Weg. In den 8oern hatten wir Geräte, allen voran Autoradios und Monitore, die mit Knöpfen übersät waren. Jeder Knopf sah gleich aus, hatte aber eine Funktion die unleserlich druntergeschrieben war. Habe ich Fernbedienungen erwähnt?
Man könnte meinen, wahrscheinlich ist es auch so gewesen, es wäre nicht anders möglich gewesen, wir sollen doch froh sein überhaupt so etwas wie eine Fernbedienung zu haben. Wenn man sie benutzten will braucht man nur noch eine Taschenlampe zum erleuchten.
Nein, es wird wohl die zu Grunde liegende Technik sein, die nichts menschlicheres ermöglicht hat. Oder Produktionskosten …
Heute sind Fernbedienungen, wenn man den Glück hat und zu dem Supergerät X auch eine Superfernbedienung Y gehört, perfekt. Oder was heißt perfekt, aber immerhin intuitiv und erlernbar innerhalb der Gerätelebensdauer.
Die Fernbedienung der Zukunft (Welcome into the world of tomorrowwww!) ist, natürlich, ein Touch-sensitive-display. Zum Glück leuchtet es, sonst wäre es die Hölle.
Also werden in absehbarer Zeit, Philips rühmt sich jetzt schon, Handys und alle möglichen Geräte, Autokonsolen voran, Touchscreens bekommen. Wie sinnvoll diese implementiert werden, steht auf einer anderen Seite (www.?.de) und braucht viele schlechte Versuche, um überwunden zu werden.
Im Endeffekt müssen Touch-fields, feedback geben. Akustisch, aber auch nicht akustisch. Nicht jede Digicam muß “klick & klack” machen, während die Profi-SLRs gerade soweit sind keine Geräusche mehr zu machen. Das Interface bestehe nicht nur aus Akustik-Surrogaten. Es wäre ja schlimm wenn die fehlende Intuivität durch akustische Fehlermeldungen immer wieder quittiert werden müsste.
Optische Signale, o.k. – Doch ich proklamiere ein haptisches Feedback. ForceFeedback, wenn man so will, die LogitechMaus mit der schlechten Treiberumsetzung hat es gezeigt. – Es geht anders. Verschiedene Prests/Voreinstellungen bieten einem verschiedene Feedbäck-Härtegrade. Ich denke die Bildschirmkontrastwerte der Inputfenster wurde genommen, so dass beim bewegen der Maus über ein Löschen-Feld eine starke Vibration auftrat, beim überfahren eines Erotik-Bildchens ein leichtes Schnurren. Oder so.
Dieses Feddback muß in alle Touch-Fields, ob Display, oder nicht, eingebaut werden. Ein Polyvibations-Handy könnte der Anfang sein. Nicht der Stupide Vibrator der wie steinzeitlich mein Handy vom Tisch rutschen lässt. Ein Touchscreen mit Benutzerprofil, das so einstellbar ist, das bei lautlos nur optische und haptische Signale ausgesendet werden. Wenn auch in der kennenlernphase wahrscheinlich keineswegs angenehm zu erfahren, so ist es doch eine Bereicherung.
Ein leichtes “einfaden” bei einer eingehenden Nachricht, ein “ausfaden” bei einer Verschickten. Beim beenden eines Anrufs vibriert es kräftig, beim annehem kurz und leicht. Beim durchblättern des Menüs, am Ende leicht, usw. Es wird schon ein paar Funktionen geben, die damit wieder im haptischen Sinn, erfahrbar werden.
Solange warte ich wohl noch, denn: Die Firmen, da oben, werde das erst implementieren, wenn es das schon irgendwo gibt, dann irgendein billghersteller, nehmen wir mal Sendo für Handys, dann allen Vorführt, wie toll es benutztbar geworden ist, und dann hat es jeder.
Denn ob bei Handy oder Mittelkonsole. Wie, welche Funktionen, an welcher Stelle sein sollten kann keiner sagen, von Moment zu Moment ist alles unterschiedlich wichtig, doch wo es sein könnte wird immer wieder ausprobiert. Klar gibt es einen Common-Sense. Doch Zumindest wäre das dann der Abschied für viele Charakteristika spezieller Produkte, wie den iPod, der sich über sein virtuell werdendes Interface definiert. Durch das richtige Feedback, kann jedes Gerät auf jedem Display erscheinen. Und wenn es erstmal genug OLED-Touchscreens gibt, ist der iPod auch auf meinem Kühlschrank. Oder in der Türsprechanlage. Wer weiß. Das wird noch was und die Firmen versuchen bestimmt jetzt schon das zu verhindern durch Gerätegebundenes Design. Dann sieht man erst wie unwichtig Technik ist, wenn sie überall drinsteckt. DAnn stecken wir nämlich drin. Und kommen nicht mehr raus, auch nicht mit den besten Argumenten.
Linux zeigt wo es langgeht. Linux everywhere. Sollte ich mir den jetzt noch schützen lassen? Schnell, bevor alles überall kommt, und alles virtuelle, obwohl es alles bedeutet an Bedeutung verloren hat?
Tschüß Windows, tschüß Mac. Wenn sich eine technologie nicht öffnet hat sie verloren. Früher als später.
Ach ja, mein iMac. Eine Traumhafte Maschine. es sieht nämlich nicht mehr so aus wie eine. Man kann den Zweck nicht dirckt ersehen. Hinten sind noch ein paar Anschlüsse, vorne ein schwarze Fläche. Minimum Design. Was tritt dann in den Vordergrund?
Der Inhalt! Der Inhalt meines iMacs, nur diesmal nicht von hinten, mit Kathodenstrahlröhre, sondern von vorne. Ich schreibe. Ich bearbeite wieder Grafiken, als gäbe es keine Viren, langsame Hardware, Anschlußprobleme. Frei! Internet-Frei. Weltweit verbunden. Wie sieht der perfekte Computer aus. Na wie meiner. Nein, es könnte schon noch besser sein. Er ist immer noch zu schwer für Portabilität, zumindest im Haus. Die CD sollte auch vorne einschiebbar sein. Aber das ist marginal. Man sieht nicht wie tief er ist, wieviele Kabelgebunden, hört nicht wie laut …
Der Screen, ach was, es wird schon. Die Ideale Projektionsfläche für den Inhalt. Andere Firmen können sich so ein Design nicht leisten, weil der Inhalt von Microsoft kommt und nicht vom gleichen Hersteller. OSX ist die nächste Hochburg die Fallen muss. Es muß einfach in den Hintergrund treten. OSX, was ist das denn? So muss es sein! Updates, ohne Frage, ohne Neustart. Finder? Wer braucht denn sowas? Eine Suche, die so genial ist, wie “Spotlight” es zeigt, und dabei den Finder ersetzt.
Es ist noch kein leerer Spiegel, es zeigt nicht auf den Benutzer, sondern noch auf sich selbst. Aber es wird schon. Irgendwann steht der Benutzer immer im Mittelpunkt, nicht nervig “Was möchten Sie denn als nächstes tun”: Karl Klammer; sondern die volle Kontrole in den Händen haltend. Die iSight zeigt es ein bisschen, der Benutzer steht im Mittelpunkt, nicht die Benutzeroberfäche. Der Inhalt.
Und doch, genau dann steht der Computer im Mittelpunkt der Menscheit, wenn er in den Hintergrund tritt. Dann ist er nicht mehr wegzudenken, auch wenn er ersetzbar geworden ist. Wieviel Aufwand wird es irgendwann darstellen ein AllInOne-Handy durch seine erstzten Teile wieder zu ersetzen? Taschenlampe, Wecker, Armbanduhr, Kalender, Notizblock, Walkman, Kamera, Telefon, Computer.
Dann hätte ich gerne doch zu meinem neuen ePlus-Tarif dieses schicke Handy da für 19,– Euro.