Archive for the ‘Fremde Produkte’ Category

Öl - Hybrid = Elektro

Dienstag, Dezember 14th, 2004

Visionäre von Volvo (Ford-Plattform) entwickeln ein Konzept. Wow. Einzelheiten der „Neuheit“: 3-Sitzer, Reiner Elekroantrieb mit einer Reichweite von ca. 300 Kilometern, 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 135 Spitze. Türen öffnen nach oben, vorne Zwei plus hinten Einsitzer. Sensortasten, die schon bei einem halben Zentimeter Annäherung auslösen. Ohne Haptik.

Doch was ist, wenn die Fahrt mal 340 km lang wäre? Wie lange braucht man zum laden? 3 Personen mit Gepäck? Naja, alles sehr halbherzig. Also höchstens ein besserer Smart. Zur Zeit lohnen sich größere Elektroautos wohl nicht, da die Akkus irgendwann so viel Platz und Gewicht einnehmen, das die Reichweite drunter leidet. Mit dem gleichen Gewicht könnte man auch einen kleinen Benziner einbauen … -> Prius only.

Ich wünschte andere Hersteller würden Ihre anstaubenden Konzepte auch mal realisieren. Also massenproduzieren.

The Un-touch-ables

Montag, November 8th, 2004

Da ist er. Er ist da. Auf meinem Schreibtisch. Die Essenz des Computers. Nicht? Doch! Rein intuitiv der beste PC ewwa! Aber wieso?

So viel Designversuche die eigentlich nur Lämpchen, Knöpfchen, Löchlein addieren und nicht weglassen. Manchmal wir auch etwas weggelassen. Einfach das PC-Gehäuse weglassen. Damit man rein-sehen kann. Aber auch zwischen diesen Extremen gibt es den goldenen Pfad. Etwas weglassen, ohne etwas wegzulassen, etwas verbergen, na … ? – Ohne etwas zu verbergen!

Der iMac G5 ist so etwas. Der erste iMac hat bis heute schlechtes Design nach sich gezogen, weil auf einmal alles Transparent, translucent sein musste. Gerade bei IKEA, Im Computerbereich, na Plastik im Allgemeinen. Schreibtischlampen, Taschenlampen, externe Gehäuse, Gehäuse.

Das, was eigentlich die ganze hässliche Maschine, mit Ihren Kabeln und Chips, Wandlern und Röhren, Platinen und Kühlkörpern versteckt, nach außen hin ein gutes Bild abgibt – es ist nun unwichtig geworden, was es den meisten Herstellern schon immer war, es zeigt einfach nach innen. Als sei es dort besser. Schön für den technophilen Voyeur sich ohne Mühe an der Innerei ergötzen zu können, der Funktion diente es nicht.

Oder doch? Warum macht man sowas?
Den Plagiatoren braucht man nicht zu fragen, es ist einfach dagewesen, man machte es nach. Das Original, welches so oft kopiert wurde, wieso hat dieses Design so viel Nachahmer gefunden, so fasziniert?

Der Mensch in seiner Symbiose mit den kleinen und großen Maschinen möchte sich nicht beherrscht sehen durch seine Helfer, sondern seine Helfer überwachen können, wenn auch unverstanden. Wen interessiert noch die Wirkweise eines Gerätes wenn es schon reicht die Bedienung zu verstehen. Der Dosenöffner. Naja.

Die Geräte sind allerdings so präsent, das sich doch bei vielen Menschen ein Unbehangen breit macht, aufgrund der Dominanz der Geräte. Helfer - Dominanz, wie das denn? Es sind mittlerweile fast alle Geräte durch elektrische ersetzt worden, überall wird etwas gemacht, man macht selbst nichts mehr. Wer “wäscht” den die Wäsche? Wer “spült” denn das Geschirr? Bei der Waschmaschine sagt man ja noch: “Ich habe heute gewaschen” - bei der Spülmaschine eher nicht. Sinneswandel.

Bald wird man auch da sagen “Ich habe gespült”, also Teller ein und ausgeräumt.

Ein Messer hatte früher eine durchgängige Klinge, die Holzbacken wurden mit Messingnieten einfach seitlich aufgestanzt. Man konnte, wenn man so will, in das Messer reinschauen. Wie es gehalten wird, funktioniert und wozu ist aus der Form abzuleiten.
Ein alter Dosenöffner auch. Ob mit oder ohne Verstand, man brauchte Gewalt um ihn zur Funktion zu überreden. Ein neuerer Dosenöffner ist auch ohne Gewalt, ja gerade ohne, am besten zu benutzen.

Die neueste Generation kann Deckel abtrennen, Schnittkanten säubern, und einen Wiederverschließdeckel drehen, ohne auch nur Gewalt anzudrohen. Das gibt es auch elektrisch, einfach durch Tastendruck.

Und da kommt dann der Sinn des transparenten Gehäuses ins Spiel. Alles funktioniert gleich, nur mit unterschiedlichen Objekten. Tastendruck, Licht geht an, Tastendruck Auto springt an, Tastendruck Mikrowelle dreht sich und gart den zu trocknenden Hamster. Oder andere Kleintiere.

Es ist einfach nicht mehr “klar” was wozu führt. Wer ein Taste drückt kann eine Tür geöffnet bekommen, ein Telefonat annehmen, oder eine Bombe zünden. Alles hat sich entfernt - vom Ursprung der Funktion, es besteht kein Bezug mehr zu dem Gerät das bedient wird.

Dieses neue Interface will gründlich gelernt sein. Wenn jede Taste gleich ist am Telefon ist es schwer sich im dunkeln ohne Farbe und tastenbeleuchtung, sich im halbschlaf damit zurecht zu finden. Hörer abnehmen, Hörer aufknallen, wo gibt es das denn noch? Ein klingeln, was einen an Telefon und nicht an Wecker, Alarm, oder Mozart erinnert.

Wenn mein telefon klingelt merke ich es oft gar nicht mehr. Dafür denke ich dann bei anderen Telefon, das es auch meins gewesen sein könnte. Das SonyEricsson einen Rrrring, Rrrring-Klingelton im Handy hat, zeigt, wie nötig wir es hatten, das nicht auch noch die Geräusche, wenn schon die Tasten, uns im stich lassen.

Dieser Klingelton ist akustische “Transparenz”, wenn ich ihn höre, weiß ich was los ist. Mein Telefon klingelt wegen eines Anrufs. Nicht einer SMS, Weckruf, Notiz, Terminerinnerung …

Genau deshalb ist der erste iMac transparent gewesen. Um es den Leuten zu zeigen. Auch wenn der Computer so einfach ist, bei einem AllinOne-Gerät sieht man sogar die Einfachheit – da ist es besonders wichtig zu zeigen, was drin steckt. Ein ganzer Computer. Nicht das der Benutzer dadurch die Funktion des Comuters versteht, es handelt sich ja nicht direkt um das Interface, doch der Benutzer ist erleichtert. Erleichert zu wissen, was da tickt, das eben nur ein normaler Computer da drin ist. Bei dem grauen Blechkasten unter dem Schreibtisch wollte man es gar nicht wissen. Man wusste es schon, das dort nichts besonderes drin sein kann. Man hat ihn ja schleißlich auch nach seinen technischen Daten gekauft.
Der iMac-Käufer weiß davon nichts, bis er durch das Gehäuse sieht. Oder ihn bei ebay loswerden will.

Warum ist dieser iMac, eigentlich ja der Modder-PC gerade bei Frauen beliebt, geliebt, ja geradezu als Frauencomputer verschrien?
Ich kenne keine Frau, die sich von ihrem iMac gerne trennt. Selbst das kaputte Ding in der Ecke soll bleiben. In einen PC würde man dagegen des öfteren Gerne mal reinschlagen, einfach präventiv. Aber es macht nichts besser, wie die Internetfilmchen beweisen.

Es ist doch die äußere Form, weich, rund, warm – sowie die Farben violett, rot, … also grape, tangerine, strawberry um im Wording zu bleiben. Dieser Mac ist freundlich wie ein Nissan Micra ;-)
Ein Frauenversteher im Plastikgehäuse. Er nimmt Berührungsängste. Stellt die Technik sicher verschlossen dar. Das das Gerät ein Computer ist, ist fast schon in den Hintergrund getreten. Seit wann lieben Frauen Computer? – Seit dem iMac auf jeden Fall.

Es ist eben kein Modding-Gehäuse, es ist Transparenz nicht um Bloßzustellen, sondern um aufzuklären, um zu beruhigen. Es sind keine Neonröhren drin und auch besonders keine blinkenden Dioden ala Data-Hirn. Auch kommt außer von der Festplatte kein Geräusch aus dem Gerät und man kann in Ruhezustand gehen und wieder aufwachen ohne ein Gefühl zu haben die Stabilität des Systems gesenkt zu haben.

Transparenz nicht zum Selbstzweck wie bei Ikea, wo man nicht durchsehen kann. Transparenz als Aufklärung(-sversuch), der Mensch bekommt Zugang zur Maschine, gerade auf dem Schreibtisch, in Augenhöhe.

Es geht eben nicht mehr direkt. Die Funktion erschließt sich nicht durch das Ansehen des Gerätes. Die Maus will gelernt sein, der Doppelklick, das Symbol und das Programm.

Der erste iMac ist ein Abschiedsdesign von den alten Ansichten, wie ein Computer auszusehen hat, ein Übergangsdesign, wie ein Computer aussehen wird. Man könnte sagen, der Computer ist tot, lang lebe der Computer.
Das Telefon, der Milchschäumer, die elektr. Pfeffermühle, alles ist ein Abschied vom unmittelbaren Design. Die Funktion bestimmt die Form, aber da wo die Funktion virtuell ist, ist auch keine folgende Form.

Die Handytasten können überall angebracht sein, Nokia beweist es. Oder es braucht keine Tasten, der Touchscreen beweist das. Die Funktion ist doch nur noch ein Menüunterpunkt. Was also machen? Den Hörer virtuell auf die Gabel knallen, wenn man sauer ist, oder einfach am Handy die Taste drücken, leicht und klanglos wie immer.

Wie baut man da seinen Wut ab?

Man kann für die virtuellen Funktionen der meisten elektrischen Geräte kein Design mehr schaffen. Der iMac war der Abschied vom äußeren Design. Jetzt kann das äußere Design nur noch dem inneren Design Platz machen. Die Technik dahinter zieht sich zurück, weil man die Funktionen der Technik sowieso nicht mehr differenzieren kann. Röhrenverstärker adé, es komme die Single-Chip-Multikanal-Variante mit elektr. Trafo. Im Handtaschendesign ala Mini iPod.

Das Bedeutung des inneren Design ist unweigerlich auf dem Vormarsch. Äußeres ist nur noch Mode, Ergonomie findet sich nur selten, Verkauft sich schlecht. Produkte werden mehr und mehr über die inneren Werte definiert werden.

Das Innere, das ist Interfacedesign, das ist die nächste Generation vom iPod. Der zeigt es uns. Jetzt sogar schon durch Klagen. Da ist der iPod, da ist der iPaq. Und der iPaq mit der riesigen Touchscreenfläche hat einfach eine iPod-Oberfläche emuliert mittels Shareware. Scrollrad, Display. Eigengtlich ist diesmal das Plagiat das bessere Original. Nur noch nicht ausgereift gewesen. Es kann ja der nächste iPod sein, oder hätte können, wenn Apple nicht da seinen Untergang gerochen hätte.

Das Gerät, welches per Software alles emulieren kann, und Hardwareseitig alles unterstützt. WLAN, 3G, Video, Audio, Mic, Touchscreen, Stereosound, IR, BT, usw. … Im Endeffekt reichen nach außen hin ein Mic als Spracheingabe, ein Touchscreen als taktile Eingabe, und mehr braucht man nicht. Nicht war Commander Picard? Schnittstellen? – Eine Highspeed-Wireless-Geschichte. Fertig. Ein Chip, der alle Daten verarbeiten kann , oder mehrere Spezialisten.

Der iPod ist doch nur eine Festplatte mit nem besseren Interface. Eigentlich schlechter, denn in iTunes kann ich unter meinen 10000 MP3s wenigstens per Stichwort suchen und sortieren. Im iPod muß ich mich immer durchwälzen. Von Abba bis ZZ-Top. Bloß nichts suchen …

Der virtuelle iPod bietet dann einfach ein Tastenfeld, wo ich schnell die Buchstaben eintippe und voilá, es ist angerichtet. Wer denkt, das sei nur eine Nische, oder schlechtes Interface Design, der sei auf den iPod verwiesen, und sehe sich dessen Entwicklung an. Was stellt man fest. Die langsame Innovation von Apple führt dazu, naja einmal, das sich die Leute so ein Bedienkonzept wünschen und als “State of the Art” ansehen und andermal, das sie sich weiter von der Funktion verabschieden.

Walkman: Kassette, mit Bleistift zu spulen, normale Batterien tun es, alles austauschbar, bei billigen oder älteren Modellen drückt man mit Play noch selbst den Tonkopf an das Band und die Taste rastet ein und man merkt, wie der Motor startet. Wer Freund des Erlebnisses ist: Bitte, rettet den Walkman, und die Schallplatte. Ernsthaft!

Aber in der ge-hype-ten Jetzt-Zeit ist das etwas anders. Der iPod ist in der ersten Generation mit so Tasten ausgestattet gewesen, in der Mitte auch mit Druckknopf, mit mechanischem Scrollrad. Das Wort “mechanisch” hat Apple selbst benutzt, bei der einführung der 3. Generation des iPod. (Der zweite war ein Facelift) Da hatte nämlich ein Scrollpad, kein haptisches Erlebnis mehr, einfach eine Vertiefung im Plastikgehäuse. Der Druckknopf ist ein Touch-Knopf geworden und die Tasten sind sind weggewandert. Wenn ich das Tastendrücken-Klicken im Menü ausgeschaltet habe, habe ich effektiv kein Feedback mehr, ob und welche Taste ich gerade gedrückt habe. Na super! Ein Gerät das volle Aufmerksamkeit braucht, weil ich mit allen Sinnen dabei bleiben muß. Sonst in Gefahr laufe durch volle Lautstärke überrascht zu werden, anstatt ein Lied weitergeklickt zu haben. Man merkt ja nicht mehr welcher Tasten druck reicht, um einen langen Klick, oder zwei kleine gemacht zu haben. Da macht dann das Gerät eine feinere Unterscheidung als meine Finger – beim Joggen, beim Autofahren oder auch einfach nur in der Jacke fummeln, weil ich den iPod in der Bahn nicht so gerne für jeden Klick raushole.

Also auch Abschied von der unmittelbaren Funktion, der Funktion ohne Mittler, der direkten Übertragung des Gedankens in eine Aktion, die durch sofortiges, verlässliches Feedback in jeder Weise, uns dazu bringt uns auf das Gerät zu verlassen. Also, es dem Gerät zu über-lassen, das es das, was es kann schon richtig macht. Zu wissen nicht überrascht zu werden, sich nicht zu wundern, weil durch leichtes berühren schon klar wird: aha, Pause!

Her mit der neuen Generation von Geräten die die volle Aufmerksamkeit brauchen, die neuen Babys, auf die man sich nicht ohne Weiteres (zutun) verlassen kann. Also nix mit verlassen und wiederkommen und sehen, alles wie gewünscht. Dahin ist es noch ein weiter Weg. In den 8oern hatten wir Geräte, allen voran Autoradios und Monitore, die mit Knöpfen übersät waren. Jeder Knopf sah gleich aus, hatte aber eine Funktion die unleserlich druntergeschrieben war. Habe ich Fernbedienungen erwähnt?

Man könnte meinen, wahrscheinlich ist es auch so gewesen, es wäre nicht anders möglich gewesen, wir sollen doch froh sein überhaupt so etwas wie eine Fernbedienung zu haben. Wenn man sie benutzten will braucht man nur noch eine Taschenlampe zum erleuchten.
Nein, es wird wohl die zu Grunde liegende Technik sein, die nichts menschlicheres ermöglicht hat. Oder Produktionskosten …

Heute sind Fernbedienungen, wenn man den Glück hat und zu dem Supergerät X auch eine Superfernbedienung Y gehört, perfekt. Oder was heißt perfekt, aber immerhin intuitiv und erlernbar innerhalb der Gerätelebensdauer.

Die Fernbedienung der Zukunft (Welcome into the world of tomorrowwww!) ist, natürlich, ein Touch-sensitive-display. Zum Glück leuchtet es, sonst wäre es die Hölle.

Also werden in absehbarer Zeit, Philips rühmt sich jetzt schon, Handys und alle möglichen Geräte, Autokonsolen voran, Touchscreens bekommen. Wie sinnvoll diese implementiert werden, steht auf einer anderen Seite (www.?.de) und braucht viele schlechte Versuche, um überwunden zu werden.

Im Endeffekt müssen Touch-fields, feedback geben. Akustisch, aber auch nicht akustisch. Nicht jede Digicam muß “klick & klack” machen, während die Profi-SLRs gerade soweit sind keine Geräusche mehr zu machen. Das Interface bestehe nicht nur aus Akustik-Surrogaten. Es wäre ja schlimm wenn die fehlende Intuivität durch akustische Fehlermeldungen immer wieder quittiert werden müsste.

Optische Signale, o.k. – Doch ich proklamiere ein haptisches Feedback. ForceFeedback, wenn man so will, die LogitechMaus mit der schlechten Treiberumsetzung hat es gezeigt. – Es geht anders. Verschiedene Prests/Voreinstellungen bieten einem verschiedene Feedbäck-Härtegrade. Ich denke die Bildschirmkontrastwerte der Inputfenster wurde genommen, so dass beim bewegen der Maus über ein Löschen-Feld eine starke Vibration auftrat, beim überfahren eines Erotik-Bildchens ein leichtes Schnurren. Oder so.

Dieses Feddback muß in alle Touch-Fields, ob Display, oder nicht, eingebaut werden. Ein Polyvibations-Handy könnte der Anfang sein. Nicht der Stupide Vibrator der wie steinzeitlich mein Handy vom Tisch rutschen lässt. Ein Touchscreen mit Benutzerprofil, das so einstellbar ist, das bei lautlos nur optische und haptische Signale ausgesendet werden. Wenn auch in der kennenlernphase wahrscheinlich keineswegs angenehm zu erfahren, so ist es doch eine Bereicherung.

Ein leichtes “einfaden” bei einer eingehenden Nachricht, ein “ausfaden” bei einer Verschickten. Beim beenden eines Anrufs vibriert es kräftig, beim annehem kurz und leicht. Beim durchblättern des Menüs, am Ende leicht, usw. Es wird schon ein paar Funktionen geben, die damit wieder im haptischen Sinn, erfahrbar werden.

Solange warte ich wohl noch, denn: Die Firmen, da oben, werde das erst implementieren, wenn es das schon irgendwo gibt, dann irgendein billghersteller, nehmen wir mal Sendo für Handys, dann allen Vorführt, wie toll es benutztbar geworden ist, und dann hat es jeder.

Denn ob bei Handy oder Mittelkonsole. Wie, welche Funktionen, an welcher Stelle sein sollten kann keiner sagen, von Moment zu Moment ist alles unterschiedlich wichtig, doch wo es sein könnte wird immer wieder ausprobiert. Klar gibt es einen Common-Sense. Doch Zumindest wäre das dann der Abschied für viele Charakteristika spezieller Produkte, wie den iPod, der sich über sein virtuell werdendes Interface definiert. Durch das richtige Feedback, kann jedes Gerät auf jedem Display erscheinen. Und wenn es erstmal genug OLED-Touchscreens gibt, ist der iPod auch auf meinem Kühlschrank. Oder in der Türsprechanlage. Wer weiß. Das wird noch was und die Firmen versuchen bestimmt jetzt schon das zu verhindern durch Gerätegebundenes Design. Dann sieht man erst wie unwichtig Technik ist, wenn sie überall drinsteckt. DAnn stecken wir nämlich drin. Und kommen nicht mehr raus, auch nicht mit den besten Argumenten.

Linux zeigt wo es langgeht. Linux everywhere. Sollte ich mir den jetzt noch schützen lassen? Schnell, bevor alles überall kommt, und alles virtuelle, obwohl es alles bedeutet an Bedeutung verloren hat?

Tschüß Windows, tschüß Mac. Wenn sich eine technologie nicht öffnet hat sie verloren. Früher als später.

Ach ja, mein iMac. Eine Traumhafte Maschine. es sieht nämlich nicht mehr so aus wie eine. Man kann den Zweck nicht dirckt ersehen. Hinten sind noch ein paar Anschlüsse, vorne ein schwarze Fläche. Minimum Design. Was tritt dann in den Vordergrund?
Der Inhalt! Der Inhalt meines iMacs, nur diesmal nicht von hinten, mit Kathodenstrahlröhre, sondern von vorne. Ich schreibe. Ich bearbeite wieder Grafiken, als gäbe es keine Viren, langsame Hardware, Anschlußprobleme. Frei! Internet-Frei. Weltweit verbunden. Wie sieht der perfekte Computer aus. Na wie meiner. Nein, es könnte schon noch besser sein. Er ist immer noch zu schwer für Portabilität, zumindest im Haus. Die CD sollte auch vorne einschiebbar sein. Aber das ist marginal. Man sieht nicht wie tief er ist, wieviele Kabelgebunden, hört nicht wie laut …

Der Screen, ach was, es wird schon. Die Ideale Projektionsfläche für den Inhalt. Andere Firmen können sich so ein Design nicht leisten, weil der Inhalt von Microsoft kommt und nicht vom gleichen Hersteller. OSX ist die nächste Hochburg die Fallen muss. Es muß einfach in den Hintergrund treten. OSX, was ist das denn? So muss es sein! Updates, ohne Frage, ohne Neustart. Finder? Wer braucht denn sowas? Eine Suche, die so genial ist, wie “Spotlight” es zeigt, und dabei den Finder ersetzt.

Es ist noch kein leerer Spiegel, es zeigt nicht auf den Benutzer, sondern noch auf sich selbst. Aber es wird schon. Irgendwann steht der Benutzer immer im Mittelpunkt, nicht nervig “Was möchten Sie denn als nächstes tun”: Karl Klammer; sondern die volle Kontrole in den Händen haltend. Die iSight zeigt es ein bisschen, der Benutzer steht im Mittelpunkt, nicht die Benutzeroberfäche. Der Inhalt.

Und doch, genau dann steht der Computer im Mittelpunkt der Menscheit, wenn er in den Hintergrund tritt. Dann ist er nicht mehr wegzudenken, auch wenn er ersetzbar geworden ist. Wieviel Aufwand wird es irgendwann darstellen ein AllInOne-Handy durch seine erstzten Teile wieder zu ersetzen? Taschenlampe, Wecker, Armbanduhr, Kalender, Notizblock, Walkman, Kamera, Telefon, Computer.

Dann hätte ich gerne doch zu meinem neuen ePlus-Tarif dieses schicke Handy da für 19,– Euro.

Das Design des 21. Jahrhunderts

Sonntag, November 7th, 2004

Schon eine Weile wunderte es mich, warum die mich umgebenden Produkte immer etwas vermissen ließen. Es war das Handy, gerade erst brandneu erworben, welches schon besser war als sein Vorgänger, aber gleich auch einen Nachfolgr mitbrachte. So fangen die Gedanken an …

SonyEricsson T68 - T610 - T630 - K700 - S700 usw. Alles tolle Geräte mit Funktionen, wie Bluetooth, dann auch ma ‘ne Kamera, dass die Konkurrenz nicht mitkommt. Doch die große Erkenntnis ist dann später gekommen. Ich schaue mich nach einem würdigen Nachfolger um und finde immer ein Produkt welches zwar weiter-entwickelt scheint, aber irgendwie nie zu Ende gedacht.

T68 – Made in Sweden, klein, stabil, kein knacksen, Gummideckel rutscht nicht, f�llt nicht aus Hemdtasche, sehr leicht. Schw�chen � Display dunkel, klein, Software sehr langsam und eingeschr�nkt. Nachfolger erw�nscht …
T610 � �bersprungen von mir, ist aber wie T630 nur mit mehr … Schw�chen � Display zu grob, Hochglanz-Geh�use, Bluetooth zu langsam, knackendes Geh�use …
T630 � Mein Liebling. Aber � Made in China, Riesenspaltma�e, Men�tastenanordnung spiegelverkehrt zum T68, besseres Display, Akkuanzeige besser, speichert Bilder zu Kontakten, aber nur 4 MB Speicher, CGA-Kamera, stabil, rutscht andauernd aus Hemd …
Nachfolger: K700 � Mit 48 MB, spielt MP3s, AACs, VGA-Kamera, Blitzlicht, Headset, scharfes Display, schnelle Men�s, 3D-Spiele, speichert endlich Postadressen, dient als Bluetooth-FB f�r den Mac. Aber das scheint ja perfekt, wo ist der Haken? Na, die Konkurrenz hat in der gleichen Gehaltsklasse einen austauschbaren Speicher, das warum sich ein Handy als MP3-Player erst lohnt. Nokia 6230 und Siemens S65. Das Siemens hat dazu noch eine Megapixel-Cam, aber was soll’s.

Ha � das n�chstgr��ere Nachfolgemodell hat das alles, eigentlich perfekt. Doch auch hier erkauft man sich den Wechselspeicher und das Megapixelhandy mit Riesendisplay teuer. Einmal im Preis und einmal in der Einschr�nkung nur 128 MB Speicher nehmen zu k�nnen, maximal. Also nix mit Musik und Fotos … verrückt.

Da die Konkurrenz noch schlechter ist, Nokias 6230 kann weder durch Men�f�hrung noch sauberen Tastendruck gl�nzen. Auch nicht durch stabile Verarbeitung oder Schnittstellen � Bluetooth ist zwar schnell, doch inkompatibel, eMail-Accounts k�nnen keine Attachments, MP3-Player ist sehr schwer zu bedienen, propriet�re Audioschnittstelle, mit der man nur Mono-Klang h�ren kann …

Siemens mit den schlechtesten Adressbüchern, keine Optionen und Unterstützung für meinen Mac, schlechte Menüs …

Ansosnten gibt es keine Konkurrenz, weder mit Bluetooth noch �hnlich vergleichbares. Was nur sehr auff�llig ist: SonyEricsson k�nnte ja in das K700 Wechselspeicher eingebaut haben, aber nein, das ist ein zu gro�er Schritt vom T630 weg, also wenn, dann im gr��eren Modell. Das Nachfolgemodell muss es dann auch haben, da die Konkurrenz es eben schon lange bietet. Man wei� nur, das man besser ist, so muss man nicht mehr viel besser sein. Immer sch�n in inkrementellen Schritten, erst nur das Display und dies Tasten, dann der Speicher und die Kamera, dann erst Wechselspeicher.

Die Konkurrenz zeigt wenigstens, dass es z der Zeit m�glich gewesen w�re, also das SE sich absichtlich zur�ckh�lt mit Innovationen, um eben mehr alte Technik loszuwerden. Gerade so viel Innovation, dass man nicht zur Konkurrenz wechselt, aber doch das neuere Modell will, da es endlich mit den gravierenden Unzul�nglichkeiten des Alten aufr�umt.

Und da wir dabei sind: Siemens scheint irgendwie SE-Produkte zu kopieren, aber sehr extrem. Das S65 entspricht fast dem K700, Klarsichttasten, Kamera, Blitz, die Werte sind ein bisschen anders, aber vergleichbar. Das S55 entsprach auch sehr exakt dem T68. Auch technisch. Gr��e, Display-Aufl�sung. Siemens kam nur immer ein halbes Jahr sp�ter auf den Markt, daf�r mit mehr Zubeh�r dabei, fr�her Datenkabel und CDs, jetzt Wechselspeicher. Und Softwarefehlern.

Erstaunlich, wo sich Siemens noch bedient: A-Klasse, C-Klasse, M-Klasse, S-Klasse, ja sogar einen SL gab es, sportlich mit MP3-Player. Danke, Mercedes Benz alias DaimlerChrysler. Danke Siemens-Marketing!

Die ebenso inkrementellen Updates auf das SE P900i, also das P910i, zeigen auch auf, dass SE ein Produkt hat, das Konkurrenzlos dasteht. Zuerst noch das schreckliche P800, welches zumindest �u�erlich stark ver�ndert wurde zum P900 und dann das P910, welches nur mehr Speicher unterst�tzt und ein bisschen besseres Display hat. Die wahren Innovation kommen von einer anderen Seite: Motorola, Nokia. Wenn die auf dem Markt sind, kommt bestimmt auch SE wieder mit einem verbesserten P910, solange jedoch, wird bis dahin nichts ge�ndert und Umsatz gemacht.

Bei Apple, dem gro�en Innovator ist es leider genauso. Wenn ein Produkt richtig Erfolg hat, wird es nicht weiterentwickelt. Eigentlich schade. Aber zum Gl�ck gibt es noch die Konkurrenz, der iPod wird dann immer “etwas” verbessert. Mehr Festplatte, netteres Display, schlechterer Akku. Gleicher Preis. Erfolgsrezept Marketing also. Der iPod, der seit Jahren der gleiche ist � nun gibt es einen mit Photo-Funktion. Leider nicht so, wie es sich irgendeiner, au�er Apple selbst gedacht hat. Eigener Bilderbereich, Digicam-Pics k�nnen damit nicht hochgeladen und angeschaut werden. Na, warum auch, die Digicams haben bald eh alle mehr Speicher als der iPod-Mini, oder ein besseres Display als der iPod-Photo.

1 GB-SD Karte f�r 99,� Euro. Der iPod wird nicht lange leben, da haben ihn die Handys von rechts �berholt. Und das mit links! Man stelle sich vor, das der iTunes-MusicStore auch �ber WLAN-AccessPoins oder einfacher �ber UMTS erreichbar ist, direkt vom Handy. Keine teuren Klingelt�ne, die angeblich weder einer braucht noch je bezahlen w�rde, nein, einfach das ganze Lied, billiger und im Album im Auto, Zug oder sonstwo runterladbar. Da hat doch der Chromklotz verloren.
Wer will einen rudiment�ren iPod, wenn er die meisten Bilder mit seinem Handy macht, die Musik mit dem Handy h�ren kann und es sowieso immer mithat? Bilder f�r das Adressbuch, f�r eMails, f�r eBay � da reicht doch das Megapixelhandy, ich rechne doch meine 6 MP-Kamerabilder doch nicht alle runter, wenn ich die Minibildchen vom Handy direkt verschicken kann. Oder per Bluetooth mit dem Rechner synkronisieren kann.

Jetzt kommen schon Festplattenhandys, Wechselspeicher ist eh bald Pflicht, USB-Sticks haben auch schon verloren, die gibt es im Dutzend im W�hltisch, als Werbegeschenke und sind doch immer zu klein. Dann mit der Kamera und dem bisschen legale Musik reicht das Handy, welches mittlerweile auch die Aussterbende PDA-Sparte angreift, allen Anforderungen und das ist gut so.

PDAs von Sony. Leider nein. PDAs von Psion, leider nein. PDAs, PDAs. Was bietet ein PDA noch mehr als ein Smartphone ala MDA oder Q-Tek? Die besten PDAs sind schon tot, die Entwicklung von Palm ist traurig genug, Netscape hello, goodbye.

Schnellerer Prozessor, naja, WLAN, naja. Wenn es kein UMTS kann oder GSM ist es doch immer mit einem Handy zu verbinden. Und dann �berschneiden sich die Funktionen zu 95%, da das Handy, weil es dazu Bluetooth braucht, auch gleich alle PDA-Funktionen mitbringt. Und wer nur einen PDA m�chte, wie einen Palm hat nicht mehr lange Spa�, denn der Treo oder Zire zeigen, wo es langgeht. Der Tungten T5 ist wohl auch der Abgesang der Palms. Kaum eine Innovation, au�er das das Zubeh�r nicht mehr passt.
Denn � reine PDAs, die auch Spa� machen gibt es nur einen einzigen und das ist der Tungsten. Mit Kamera verbietet sich in Firmen scheinbar, WindowsPDAs haben alles m�gliche eingebaut und synchronisieren auch mit Outlook, Palm eher schlecht. Wer keinen MultimediaPDA darf, kann noch Palm, aber es wird wie mit dem Rex, oder Psion sein. Psion mit EPOC 5 bei Lidl f�r 400DM. Dann nat�rlich Euro, aber den letzten Palm will ich auch nicht. � Wenn die Firma zu wenig innoviert wird sie einfach von Windows weggefegt. Der Psion war so toll. Tastatur, 2 Wochen mit einem Akkusatz, weites Display … Erinnerungen. Aber auch immer sehr teuer � 1400,� DM

Ich hab nie verstanden, wieso Palm, Handspring & Psion, die wirklich alles konnten und �berall besser waren durch Windows ersetzt werden konnten. Die ersten WindowsCE-Ger�te waren doch ein Alptraum, wer hat denn damit produktiv sein k�nnen? Es gab ja auch noch keine Software. Jetzt werden, um es kurz zu machen, bei jeder Gelegenheit WindowsPowered-Ger�te verscherbelt. Aldi, Lidl, Plus, usw. dabei ist es den Leuten egal, auf welchem Betriebssystem ihr TomTom l�uft, hauptsache stabil.

Windows wird ja in den Verkaufsprospekten noch nicht mal erw�hnt, w�rde es auf dem Ger�t nicht mit Aufkleber zu ersehen sein � man m�sste wohl den Karton durchlesen nach „mitgeliefert“. Es ist ja nicht so, das es die ganze Software nicht auf einem Windows-Freien PDA g�be, doch leider zum doppelten bis dreifachen Preis. Wer braucht den ein “inkompatibles” First-Class Ger�t? So ein Medion oder Yakumo w�rde mir wohl auch reichen, h�tte ich nicht so eine Aversion gegen Windows.

Also, Palm ist leider zu teuer, uninnovativ, werwei�wasnoch. Wenn sich eine Firma auftrennt in Software und Hardware ist das schon ein Untergangszeichen. AliasWavefront, SGI und wie sie alle hei�en. Ou’ revoir …

Wer kauft denn noch heutzutage einen reinen Drucker? Drucker-/Scanner-Kombi, Multifunktionsger�t! Brauch ich nicht, brauch ich nicht!? Wer einen Scanner hat, hat einen. Wer ihn nicht nutzt, macht auch nichts kaputt. Wer sagt eigentlich, wenn ich so ein Ger�t habe und eine Taste X kaputt ist, ist gleich dies und das und jenes kaputt? Drucken kann ich doch dann immer noch. Ich mu� doch die ganzen Sachen nicht nutzen. Der Scanner f�lltdoch weder ins Gewicht, noch ins Auge. Manche Sache stellt man einmal ein, die Scheibendicke der Brotschneidemaschine, die Sitzhöhe beim Drehstuhl, da ist es doch egal, das unter meinem Stuhl 4 Rädchen und Hebel sind, wenn sie durch nichtbenutzen doch nicht mal auffallen. (<- blöder Infinitiv)

Und wie das Handy der Zukunft aussieht ist auch klar. Es gibt nur zwei sinnvolle Möglichkeiten. Nur Touchscreen, oder Tastatur mit Wendebildschirm, ala Tablet-PC. Aber es wird wohl wie mit Autoradios sein, obwohl Bedienung das A & O sind, wird es immer reichlich schlechte Umsetzungen geben.

Tbc … next post.